Der Anbau von Apfelbäumen ist heute eine hochspezialisierte Aufgabe - deshalb bewegt sich der Trend hin zu größeren Obstplantagen. Dies ergibt sich insbesondere durch die Notwendigkeit, teure Maschinen zur Schädlingsbekämpfung anzuschaffen. Die Hauptkrankheiten der Äpfel sind Apfelschorf, Mehltau und Feuerbrand. Zu den Schadinsekten zählen Apfelbaumgespinstmotte, Apfelblattwickler, Apfelblütenstecher, Blattläuse, Grashüpfer, Milben, Apfelsägewespe und Apfelblattsauger. Nagetiere, besonders Wühlmäuse, aber auch Kaninchen können den Bäumen ernsthafte Schäden zufügen, wenn diese Kleinsäuger nicht bekämpft werden.

Beim Apfelanbau werden verschiedene gartenbauliche Methoden angewandt. Eine basiert darauf, Winterdeckfrüchte auf der ganzen Plantage zu säen. Eine weitere Methode beruht auf dem fortwährenden Einsatz von Rindenmulch. Wird dauerhaft Gras gepflanzt, ist zusätzlich Mineraldünger zu verwenden, um so die verbrauchten Nährstoffe zu ersetzen.

Apfelbäume werden vegetativ durch Veredelung oder Knospung vermehrt. Bei dieser Methode wird ein Edelreis (mit Knospe der gewünschten Art) auf eine Unterlage (Stamm eines jungen Baumes) gesetzt. Gelegentlich ist die Unterlage selbst ein vegetativ vermehrter Baum. Die meisten Bäume aber werden auf Heisterwurzelstöcken veredelt. Gleichmäßige Höhen erleichtern das Sprühen und die Ernte. Zwergwuchsformen sind beliebte Unterlagen, wenn das Platzangebot stark begrenzt ist.

Die meisten Apfelsorten benötigen Fremdbestäubung, um ausreichende Fruchtmengen zu liefern. Bestimmte (triploide) Sorten sind aufgrund ihrer genetischen Struktur (dreifacher Chromosomensatz) als Bestäuberpflanzen wertlos. Es müssen daher auf solchen Plantagen zwei diploide Sorten (zweifacher Chromosomensatz) vorhanden sein, die sich gegenseitig und zudem die triploide Sorte bestäuben.