Der Apfel ist eine weltweit in der nördlichen gemäßigten Zone verbreitete
Rosengewächsgattung. Als Stammformen des Kulturapfelbaumes beziehungsweise
Gartenapfelbaumes (Malus domestica) gelten u.a. der Holzapfelbaum (Malus
sylvestris) und der Süßapfelbaum (Malus pumila). Der Kulturapfelbaum hat
eiförmige zugespitzte Blätter, weiße bis rosafarbene Blüten sowie Früchte
mit säuerlich-süßem Fleisch. Aus dem Fruchtknoten entsteht nur der
Kernhausbereich mit fünf pergamentartigen Fruchtfächern. Das eigentliche
Fleisch bildet sich aus dem Kelchgrund und aus der Blütenachse (Scheinfrucht).
Für den Intensivanbau eignen sich u.a. Goldparmanen (sehr fest, süßlich),
Cox' Orangen-Renetten (fest, hocharomatisch)
, Golden Delicious (fest, süß),
Boskop (angenehm säuerlich).
Verschiedene Apfelbaumarten, Varietäten und
Bastarde werden wegen ihrer auffallenden Blüten und Früchte als Zierpflanzen
angebaut. Der Apfel ist in der Mythologie, im Volksglauben und -brauch Sinnbild
der Fruchtbarkeit und Liebe; in der christlichen Kunst gilt er als Symbol des
Sündenfalles (Eva mit dem Apfel), auf Mariendarstellungen seit dem 12.Jahrhundert
als Symbol der Weltherrschaft; aus der griechischen Mythologie kommt der Zankapfel.