Der Apfelbaum war in Mitteleuropa bereits in der Jungsteinzeit und der Bronzezeit
verbreitet. Schon in den alten Kulturen galt der Apfel als Symbol der Fruchtbarkeit
und als Liebesfrucht, wobei es sich allerdings meist um den Granatapfel handelt;
er war u.a. der Aphrodite zugeordnet. In der nordischen Mythologie ist der Apfel
die verjüngende Speise der Asen. Die Germanen kannten ihn als Symbol von Fruchtbarkeit
und Leben, aber auch von Tod.
Der Apfel spielte unter den Minnegaben, in der Einleitung der Werbung sowie in
vielen Formen der Hochzeitsbräuche eine bedeutende Rolle. Zweige und Bäumchen
wurden seit langem bei verschiedenen Anlässen des Familien- wie des Jahresbrauchtums
gern mit Äpfeln behängt, so dann auch der Weihnachtsbaum. Nach der Legende sollen
bestimmte Apfelbäume in der Christnacht blühen und zugleich Früchte (Christäpfel)
tragen. In der christlichen Kunst gilt der Apfel als Symbol des Sündenfalls; Maria
(als »neue Eva«) erhält ihn seit dem 11. Jahrhundert als Symbol der Überwindung der
Sünde und der Erlösung, seit dem 12. Jahrhundert können sie oder Christus auch den
Reichsapfel halten, der auf staatlicher Ebene ein altes Sinnbild der Weltherrschaft ist.
Apfelbaum, Gattung der Rosengewächse mit Früchten, die als Obst sehr beliebt sind.
Apfelbäume gedeihen hauptsächlich in den gemäßigten Regionen der Erde. Ihre Früchte,
die aus dem Fruchtboden der Blüten hervorgehen, sind von fester, fleischiger Konsistenz.
Die auf der Unterseite leicht behaarten Blätter des Apfelbaumes sind breit-oval geformt,
die Blüten wirken rundlich. Manche Apfelblüten sind weiß, die meisten jedoch sind rosa
getönt oder gestreift. Einige wenige Apfelarten blühen leuchtend rot. Holz von Apfelbäumen
ist hart, haltbar und sehr fein gemasert.
Die äußerlichen Merkmale der Frucht sind recht vielfältig. Die Farbe der Schale kann zwischen
grün und einem tiefen, fast schwarzen Rot liegen. Äpfel erreichen je nach Art etwa Kirsch-
bis Grapefruitgröße.