Die Haut spiegelt die Qualität der Ernährung wider. Graue, fahle oder gelbliche Haut ebenso wie unreine Haut deuten auf eine ungesunde Ernährung hin, der die notwendige Menge an Vitaminen und Mineralstoffen fehlt. Denn dann funktionieren der Stoffwechsel, die Entschlackungsprozesse und die Durchblutung des Gewebes nicht einwandfrei. Der Verzehr von Äpfeln schafft hier Abhilfe von innen.

Zwischen dem Wohlbefinden und dem Zustand der Haut besteht ein enger wechselseitiger Zusammenhang: Hautveränderungen oder -ausschläge können eine starke seelische Belastung darstellen, ebenso wie psychische Spannungen oder Stress Reaktionen der Haut zur Folge haben können. Der Genuss von Äpfeln hat auf Körper und Seele positive Auswirkungen. Denn die B-Vitamine, Vitamin P sowie die Mineralstoffe Magnesium und Phosphor wirken beruhigend und entspannend auf die Nerven und das Essen des frischen Apfels ist für sich ein Genuss, der die Sinne angenehm reizt und so die Stimmung positiv beeinflusst.

Relativ häufig auftretende Beschwerden wie trockene, rissige oder fahle Haut und zahlreiche hartnäckige Hauterkrankungen können durch eine gezielte Apfeldiät gelindert oder geheilt werden. Das liegt an den entgiftenden und die Haut aufbauenden Substanzen wie Riboflavin, Pantothensäure, Biotin, Pyridoxin und Eisen.

Mit Hilfe von Apfelwickeln kann sich die entzündungshemmende Wirkung der Fruchtsäuren auch von außen bei kleineren Wunden, Rissen oder Ekzemen entfalten. Dazu werden geriebene Äpfel auf die Haut aufgetragen und mit einem Leinentuch oder einer Mullbinde fixiert, je nachdem, wie groß die betroffenen Stellen sind. Bei kleineren Hautpartien ist es oft praktischer, Apfelsaft oder Apfelessig direkt dünn aufzutragen und trocknen zu lassen.

Äpfel lassen sich auch äußerlich als Teil der Naturkosmetik einsetzen. Entscheidend für die äußere Hautpflege sind das Pektin, die Gerbstoffe und natürlich die Vitamine. Die gelierende Eigenschaft des Pektins strafft das Gewebe und gibt ihm ein gesundes Aussehen, die Gerbstoffe und Fruchtsäuren wirken entzündungshemmend, was besonders wichtig ist bei großporiger oder pickliger Haut.

Bei der Apfelkosmetik wird das Obst entweder fein gerieben oder – häufiger – als Saft verwendet. Wichtig für die Wirksamkeit ist immer, dass die Frucht frisch verarbeitet wird, denn durch die Oxidation kommt es zu chemischen Veränderungen der Substanz.

Für die tägliche Pflege gesunder Haut reicht es schon aus, Gesicht und Dekolletee morgens und abends mit frischem Saft einzureiben und einmal wöchentlich eine Apfelmaske aufzutragen.

Viele der Substanzen des Apfels, die das Zellgewebe der Haut unterstützen, sind auch für die Haare gut, und zwar durch innerliche und äußerliche Anwendung. Ein altes Hausmittel ist Apfelsaft als Haarwasser, um Schuppen unter Kontrolle zu bringen.


Tipp: Eine Masse aus feingeriebenem Apfel und Butter oder Sahne ist ein altes Mittel aus der Volksheilkund gegen Hautrisse auf den Lippen oder den Brustwarzen stillender Mütter.